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Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein /ˈʃleːsvɪç ˈhɔlʃtaɪ̯n/ (niederdeutsch Sleswig-Holsteen, dänisch Slesvig-Holsten, nordfriesisch Slaswik-Holstiinj, Abkürzung SH) ist eine parlamentarische Republik und ein teilsouveräner Gliedstaat (Land) der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt und größte Stadt des Landes ist Kiel; weitere Oberzentren sind die Großstadt Lübeck sowie Flensburg und Neumünster.

Das Land zwischen den Meeren Nord- und Ostsee ist nach dem Saarland das zweitkleinste deutsche Flächenland. Schleswig-Holstein nimmt mit einer Fläche von rund 15.800 km² den 12. Platz unter den 16 deutschen Ländern ein und steht bei der Einwohnerzahl mit etwa 2,88 Millionen auf dem 9. Platz.

Das hutige Land ging am 23. August 1946, also kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, aus der Provinz Schleswig-Holstein im Freistaat Preußen hervor.[7] Es grenzt im Norden an die dänische Region Syddanmark, über eine Seegrenze im Fehmarnbelt an die dänische Region Sjælland, im Süden an das Land Niedersachsen und den Stadtstaat Hamburg sowie im Südosten an das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Geografisch besteht Schleswig-Holstein aus dem südlichen Gebiet der Kimbrischen Halbinsel (Jütland) und einem Teil der Norddeutschen Tiefebene. Es ist eingeschlossen zwischen der Nordsee im Westen, der Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern im Osten, Hamburg und Niedersachsen im Süden und Dänemark im Norden. In der Kleinstadt Nortorf befindet sich der geographische Mittelpunkt Schleswig-Holsteins.

Historisch gesehen besteht das heutige Schleswig-Holstein aus dem südlichen Teil des Herzogtums Schleswig, der Hansestadt Lübeck sowie den beiden Herzogtümern Holstein und Lauenburg. Die Flüsse Eider und Levensau markierten die Grenze zwischen den Herzogtümern Schleswig und Holstein und waren bis 1806 bzw. 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg) auch die Nordgrenze des Heiligen Römischen Reiches bzw. des Deutschen Bundes. Nachdem aus den beiden Herzogtümern Schleswig und Holstein die preußische Provinz Schleswig-Holstein gebildet worden war, wurde 1876 das Herzogtum Lauenburg als Landkreis angegliedert. Mit dem „Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen“ (Groß-Hamburg-Gesetz) fielen 1937 der Landesteil Lübeck (Kreis Eutin) des Freistaats Oldenburg, die Hansestadt Lübeck und die vormals Hamburger Exklaven Geesthacht, Großhansdorf und Schmalenbeck an Schleswig-Holstein. Im Tausch dafür gingen die holsteinischen Städte Altona (bis dahin größte Stadt des Landes) und Wandsbek sowie mehrere Landgemeinden, darunter Blankenese, an Hamburg.

© naumann1

Naturräume

Die Landschaft Schleswig-Holsteins gliedert sich von West nach Ost in die Marsch, die hohe und niedere Geest und das Schleswig-Holsteinische Hügelland (auch Östliches Hügelland genannt).[14] Diese Landschaft und auch die Geest sind in der letzten Eiszeit als Endmoränenlandschaft entstanden. Weiter östlich befindet sich die ebenfalls zum Land gehörende Insel Fehmarn, welche als Grundmoräne auch aus der letzten Eiszeit hervorging. Größter Fluss des Landes ist die Eider, höchste Erhebung der Bungsberg (168 m).

Die Westküste ist durch das Wattenmeer geprägt, wobei im Nordteil (Nordfriesland) neben den Nordfriesischen Inseln zahlreiche Halligen vorgelagert sind. Die Halbinsel Eiderstedt ragt weiter ins Meer hinein. Die Landschaftsnamen der Wiedingharde und der Bökingharde waren zuletzt (bis 2007) nur noch als Bezeichnung zweier Ämter erhalten geblieben. Südlich davon, und schon teilweise im Bereich der Geest liegend, befindet sich zwischen den Flussläufen Soholmer Au und Arlau die Nordergoesharde, sowie zwischen letztgenannter und Husumer Mühlenau die Südergoesharde. Letztere ist größtenteils (bis auf die Hattstedtermarsch) eine Geestlandschaft. Zu der Landschaft der Inseln und Halligen gehört ebenfalls die Insel Helgoland.

Südlich von Nordfriesland liegt zwischen Eider- und Elbmündung die Landschaft Dithmarschen, die sich aus den Gebieten Norderdithmarschen und Süderdithmarschen zusammensetzt. Daran schließen dann die Elbmarschen mit der Wilstermarsch und der Kremper Marsch an.

Die ebenfalls sehr fruchtbare Ostküste ist durch Förden und Buchten in die hügeligen Halbinseln Angeln, Schwansen, Dänischer Wohld und Wagrien gegliedert. Die Landschaft um die großen Holsteinischen Seen wird als Holsteinische Schweiz bezeichnet. Die Landschaft der Hüttener Berge liegt im Binnenland an der Grenze zur Geest.

Die Geest selbst konnte aufgrund der für den Ackerbau wenig geeigneten Böden erst spät erschlossen werden – selbst die Versuche der Heide- und Moorkolonisation im 18. Jahrhundert können noch als gescheitert angesehen werden. Entsprechend dünn gesät sind hier die traditionellen Landschaften. Dabei sind besonders die Schleswigsche Geest auf der schon früh für den Verkehr wichtigen Landenge zwischen Schlei und der Eider mit der bereits genannten Südergoesharde und der Landschaft Stapelholm zu nennen. Bei Neumünster liegt der Naturpark Aukrug und östlich von Hamburg die Landschaft Stormarn, deren östlicher Teil heute den Kreis Stormarn bildet. Im Verhältnis zu den anderen Ländern ist Schleswig-Holstein waldarm, da die Wälder hier nur rund 10 Prozent der Landesfläche bedecken.

Impressionen

Daten

Daten

Schleswig-Holstein hat 2,81 Millionen Einwohner, die Bevölkerungsdichte von 179 Einwohnern/km² liegt rund ein Fünftel unter dem Bundesdurchschnitt. Altersaufbau und Geschlechterverteilung entsprechen weitgehend den bundesweiten Verhältnissen. Von den Frauen sind 45,7 % verheiratet, 12,9 % verwitwet und 6,4 % geschieden. Bei den Männern sind es 47,7 %, 2,6 % und 5,4 %. Die Bevölkerung ist geografisch ungleichmäßig verteilt. Neben den kreisfreien Städten ist das Hamburger Umland, insbesondere die Kreise Pinneberg und Stormarn, dicht besiedelt, der Landesteil Schleswig und der Kreis Dithmarschen dagegen vergleichsweise dünn.

Ursprünglich ansässige Bevölkerung

Die historisch angestammte Bevölkerung ist (nieder-)sächsischen, anglischen, jütischen, friesischen und slawischen Ursprungs. Bis zur Völkerwanderung war das nördliche Schleswig-Holstein noch von den Angeln besiedelt. Hiervon zeugt noch heute die Landschaftsbezeichnung Angeln. In der Wikingerzeit siedelten im mittleren und östlichen Schleswig Dänen, im westlichen Schleswig Friesen, im mittleren und südwestlichen Holstein Sachsen und im Osten Holsteins und Lauenburgs die slawischen Stämme der Wagrier und Polaben.

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