Bornholm

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Bornholm ist zusammen mit sechs unbewohnten kleinen Nebeninseln (insgesamt elf Hektar) die östlichste Insel und Gemeinde Dänemarks. Die Ostseeinsel liegt zwischen dem schwedischen Schonen und der polnischen Woiwodschaft Westpommern, etwa 150 km südöstlich von Kopenhagen und 80 km nordöstlich von Rügen. Die Südküste Schwedens ist etwa 40 km entfernt. Die Insel hat 39.756 Bewohner (1. Januar 2016),[3] die teilweise Bornholmsk, einen ostdänisch-schonischen Dialekt sprechen.

Die nahegelegenen Schäreninseln Christiansø und Frederiksø gehören zu keiner Kommune, sondern werden als einzige Gebiete Dänemarks direkt vom Verteidigungsministerium verwaltet.[4] Sie bilden jedoch zusammen mit Bornholm einen Landsdel („Landesteil“), den Landsdel Bornholm.

© thomas naumann

Basisdaten

Staat: Dänemark
Region: Hovedstaden
Einwohner: 39.756 (2016[1])
Fläche: 588,30 km⊃2; (2014[2])
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km⊃2;
Kommunenummer: 400
Sitz der Verwaltung: Rønne
Anschrift: Ullasvej 23
3700 Rønne
Bürgermeister: Winni Grosbøll
(Socialdemokraterne)
Website: www.brk.dk

Die Insel Bornholm ist 588,3 km⊃2; groß. Sie ist in Nordwest-Südost-Richtung 40 km lang. Die größte Breite in Südwest-Nordost-Richtung beträgt 30 km. Die Insel bildet mit der Ostsee eine 158 km lange Küste. Die Oberflächenform der Insel entspricht einem leicht gewellten Hügelland, das allseits zu seiner höchsten Höhe im Inselinneren, dem 162 m hohen Rytterknægten, ansteigt. Zwischen Tein und Gudhjem, ganz in der Nähe vom Bornholmer Kunstmuseum liegt im Døndalen der höchste Wasserfall Dänemarks, der 22 m hoch ist.

Die Landschaftsformen wurden weitgehend im Quartär während der vergangenen Kaltzeiten durch den Einfluss der Gletschereismassen gebildet. Das Vorrücken der Gletscher nach Süden führte zu einem starken Gesteinsabtrag und zur Herausbildung der heutigen Wellenform der Insel.

An das Vorhandensein von Gletschern erinnern noch die teilweise zentimetertiefen Kritzungen im Gestein, die durch Gesteinsmaterial entstanden, das von den Gletschern mitgeführt wurde. Einzelne Blöcke, die der Gletscher nach dem Abschmelzen hinterließ, sogenannte Findlinge, sind ebenfalls an vielen Stellen der Insel zu finden. Manche wackeln auf ihrer Unterlage und werden daher Rokkesten (deutsch: „Wackelstein“) genannt.

Durch den stärkeren Abtrag an Gesteinsklüften, Gesteinswechseln und Verwerfungen entstanden zahlreiche Schluchten, die meist in Südwest-Nordost-Richtung verlaufen. Prägnante Beispiele für Schluchten sind das Ekkodalen unterhalb des Rytterknægten, das Kløvedal nördlich der Almindingen und das Dovredal südwestlich Paradisbakkerne. Die Schluchten Bornholms wurden nach dem Gletscherrückzug durch Schmelzwasser erweitert.

Durch das in das Meer abfließende Schmelzwasser am Ende der Eiszeit entstanden auch die im Norden von Bornholm befindlichen schmalen, tief eingeschnittenen Schluchtentäler.[5] Zu ihnen zählen insbesondere die zu durchwandernden Täler Døndalen, Kobbeå (östlich von Gudhjem) und Gyldenså (westlich von Listed). Blickt man von einem an das Tal angrenzenden Feld über das Tal, so sieht man nur ein grünes Band, das von den aus dem Tal herausragenden Baumkronen gebildet wird. Das Tal befindet sich 20 bis 30 Meter tiefer, unterhalb des Betrachters.

Gesteinsbedingt ist die Küste Bornholms meist Steilküste und Felsküste. Die Felsen brechen oft senkrecht ins Meer ab. Die Helligdoms-Klippen (Helligdomsklipperne) bei Tejn erreichen 22 m Höhe. Über 20 m hoch sind auch die Granitklippen von Jons Kapel bei Vang. Ausgedehnte, flach ins Meer auslaufende helle Sandstrände befinden sich nur an der Südostecke entlang der Orte Dueodde, Snogebæk und Balka.

Quelle: www.wikipedia.org